SS und Polizei in den besetzten Gebieten

Der Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei operierte in den besetzten Gebieten mit drei Befehlssträngen:

Die braun/blau unterlegte Säule zeigt den Instanzenzug des RSHA. Bei Beginn jedes Feldzuges bildete das RSHA sogenannte Einsatzgruppen - mobile Einheiten mit den Sparten Gestapo, Kripo und SD. Diese setzten sich aus Einsatz- und Sonderkommandos zusammen.

Je nach Kriegsfortschritt wurden die mobilen Einheiten in stationäre Apparate umgewandelt - Territorialorganisationen des RSHA. Diesem unterstanden sogenannte Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD (BdS), denen wiederum Kommandeure der Sicherheitspolizei und des SD (KdS) nachgeordnet waren.

Die grün unterlegte Säule zeigt die Organisation der Ordnungspolizei (uniformierte Polizei). Dem RSHA entsprechend firmierte die Spitze als Hauptamt Ordnungspolizei bzw. als Der Chef der Ordnungspolizei. Darunter standen Befehlshaber (BdO) und Kommandeure der Ordnungspolizei (KdO). Sie befehligten Schutzpolizei (Stadt) und Gendarmerie (Land) sowie eigens für den Krieg aufgebaute Polizeitruppen (Polizeibataillone).

Einen dritten Befehlsstrang, grau unterlegt, bildeten die SS- und Polizeiführer. Sie repräsentierten Himmlers allumfassende Befehlsgewalt über SS und Polizei auf regionaler Ebene und konnten so für besondere Aktionen, vor allem Massenerschießungen, auf alle SS- und Polizeieinheiten zugreifen, nicht zuletzt auch auf bestimmte Einheiten der Waffen-SS.