"Obersalzberg soll für über 17 Millionen Euro erweitert werden“

Finanzminister Markus Söder: „Dokumentationsstelle Obersalzberg soll für über 17 Millionen Euro erweitert werden“

1,8 Millionen Euro für Planungen im Doppelhaushalt 2013/2014

Die Dokumentationsstelle Obersalzberg erhält mehr Platz. „Bayern investiert über 17 Millionen Euro, um die Dokumentationsstelle um mehr als Doppelte zu erweitern und die Dauerausstellung inhaltlich zu überarbeiten. Der Freistaat wird damit seiner historischen Verantwortung gerecht“, so Finanzminister Dr. Markus Söder. Das kritische und wissenschaftlich fundierte Gesamtkonzept soll weiter ausgebaut werden. Ziel ist, noch intensiver zur Entmystifizierung des Ortes beizutragen. Die Dauerausstellung soll mit moderner Medientechnik und weiteren Informationstafeln aufbereitet werden. Mit zusätzlichen Veranstaltungen und Seminaren soll gerade bei Jugendlichen das Bewusstsein für die historische Verantwortung vertieft werden. Im Doppelhaushalt 2013/2014 ist für die Baumaßnahme bereits ein Planungstitel aufgenommen, vorgesehen sind hier 1,8 Millionen Euro.

Die Dokumentationsstelle Obersalzberg besteht seit 1999 und stellt eine bundesweit und international bedeutende Einrichtung der Aufarbeitung der NS-Zeit dar. Die Resonanz der breiten Öffentlichkeit übertraf die Erwartungen von Anfang an bei weitem: Jährlich besuchen durchschnittlich 160.000 Interessierte die Dokumentationsstelle, die ursprünglich für 30.000 bis 40.000 Gäste pro Jahr konzipiert worden war.

Die Dokumentationsstelle soll daher erheblich erweitert und die Dauerausstellung grundlegend überarbeitet werden. Geplant ist eine Ausweitung des Flächenangebots auf mehr als das Doppelte. Damit wird der Raum für eine moderne Präsentation und vertiefte Inhalte geschaffen. Die bereits behandelten Themen sollen neu präsentiert und umfassender erläutert werden. Ziel bleibt nach wie vor die Entmystifizierung des Obersalzbergs als ehemaligen zweiten Regierungssitz während der NS-Zeit. Gerade die Geschichte des nahe gelegenen sogenannten Berghofes soll deshalb thematisch stärker in die Dauerausstellung einbezogen werden.

Die Gesamtkosten werden auf circa 17 Millionen Euro geschätzt. Nach derzeitiger Planung käme ein Baubeginn voraussichtlich frühestens 2015 in Betracht. Der Bund beteiligt sich aus finanziellen Gründen nicht an dem Projekt, obwohl er es grundsätzlich befürwortet. Der Freistaat Bayern wird daher das Projekt alleine finanzieren - vorbehaltlich einer Bewilligung der Mittel durch den Bayerischen Landtag.

Träger der Dokumentationsstelle Obersalzberg ist die Berchtesgadener Landesstiftung. Den Betrieb der Dokumentationsstelle hat der Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee übernommen. Die wissenschaftliche sowie museumsfachliche und museumspädagogische Betreuung liegt beim Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Die Finanzierung der Einrichtung sowie nahezu des gesamten laufenden Betriebs erfolgt durch den Freistaat Bayern.

Quelle: Bericht aus der Sitzung des Bayerischen Kabinetts vom 11. Juni 2013

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