Erweiterungsbau und Neukonzeption

Ende Oktober 2017 hat der Freistaat Bayern den Grundstein für die neue Dokumentation Obersalzberg gelegt. Mit der Erweiterung rüstet sich der Lern- und Erinnerungsort bei Berchtesgaden für den seit Jahren steigenden Besucherzuspruch: Etwa 170.000 Menschen drängen Jahr für Jahr in die Ausstellung über die Geschichte des Obersalzbergs und die Zeit des Nationalsozialismus.

Verwirklicht wird durch das staatliche Bauamt Traunstein der Entwurf des Vorarlberger Architekturbüros Aicher Ziviltechniker, der sich harmonisch in die Landschaft einfügt und der 2014 als Sieger aus einem internationalen Architektenwettbewerb hervorging. Seit 2020 ist das Münchner Architekturbüro LMJD tätig. Impressionen von der Baustelle bietet unser Bautagebuch.

Idyll und Verbrechen - die neue Dauerausstellung der Dokumentation Obersalzberg

Auf einer mit rund 800 Quadratmetern deutlich größeren Fläche (zu der weitere 230 Quadratmeter für Wechselausstellungen kommen) kann die Dauerausstellung komplett neu konzipiert werden.

Zuständig für die inhaltliche Neugestaltung ist das Institut für Zeitgeschichte München – Berlin (IfZ), das bereits die erste Dauerausstellung konzipiert hat und die Einrichtung seit ihrer Eröffnung im Jahr 1999 im Auftrag des Freistaats Bayern wissenschaftlich und museumsfachlich betreut. Das Team der fachlichen Leitung im IfZ hat für die neue Ausstellung unter dem Leitmotiv „Idyll und Verbrechen“ ein ambitioniertes Konzept entwickelt, das mit mehr als 350 Exponaten und zahlreichen multimedialen Elementen die Geschichte des Obersalzbergs neu vermitteln wird. Die Raumidee und gestalterische Umsetzung wird von dem Büro ramićsoenario Ausstellungsgestaltung aus Berlin entwickelt und realisiert.

Begleitet wird die Neugestaltung durch ein Kuratorium, das mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft besetzt ist, sowie durch einen Wissenschaftlichen Beirat

Das Konzept der neuen Dauerausstellung wurde Anfang 2021 in den renommierten Vierteljahrsheften für Zeitgeschichte vorgestellt. Der Text ist kostenfrei im pdf-Format verfügbar:

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Sie haben gestern unser Obersalzberger Gespräch mit Ulrich Chaussy verpasst? Kein Problem! Der Mitschnitt des Vortrags „Arthur Eichengrün – ein jüdischer Obersalzberger“ steht auf unserem YouTube Kanal zum Nachsehen zur Verfügung. Hier gehts zum Video.

Leider müssen wir den Bunker ab Montag 5. Juli wegen Bauarbeiten bis Ende August schließen. Die Ausstellung bleibt – wie gehabt – täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

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