Der Krieg und seine Folgen

Vom 20. November 1945 an fand im Nürnberger Justizpalast der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher statt: 24 ehemals führende Vertreter des Dritten Reiches, darunter Hermann Göring, Martin Bormann (in Abwesenheit), Baldur von Schirach, Ernst Kaltenbrunner, Joachim von Ribbentrop, Rudolf Hess, Albert Speer, Fritz Sauckel, Wilhelm Frick und Wilhelm Keitel.

Gegen sechs Gruppen bzw. Organisationen – SS, SA, Generalstab und Oberkommando der Wehrmacht, Reichskabinett, das Führerkorps der NSDAP, Gestapo und SD - wurde ebenfalls Anklage erhoben. Sie lautete auf Verschwörung und Verbrechen gegen den Frieden, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Nach 9 Monaten wurde am 1. Oktober 1946 das Urteil verlesen: 12 mal die Todesstrafe, 3 mal lebenslänglich, 4 Zeitstrafen zwischen 10 und 20 Jahren, 3 Freisprüche. Der Alliierte Kontrollrat bestätigte sämtliche Urteile.

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