Orte des Terrors und der Vernichtung 1941 - 1945

Auf der Karte ›Orte des Terrors und der Vernichtung 1941 - 1945‹ werden folgende Lagertypen und Orte unterschieden:

 

  • Die regulären Konzentrationslager. Sie wandelten sich mit der Kriegswende 1942/43 von Isolationszentren mit schwersten Haftbedingungen zu Zwangsarbeitslagern, aus denen es im Normalfall kein Entrinnen mehr gab.
  • Die reinen Vernichtungslager bzw. – dem barbarischen Zweck entsprechend ausgedrückt – Vernichtungsanlagen, entstanden 1941 bis 1942, deren einziger Zweck darin lag, möglichst viele Menschen in möglichst kurzer Zeit umzubringen:Das waren Chelmno (Kulmhof) am östlichen Rand des Reichsgaus Wartheland sowie Belzec, Sobibor und Treblinka in Zentralpolen.
  • Große Erschießungsplätze, die mehrfach oder sogar längere Zeit benutzt wurden und hierzu über eine rudimentäre Infrastruktur verfügten.
  • Konzentrationslager, die zugleich Vernichtungslager waren: Auschwitz und Lublin-Majdanek; diese sind mit zwei Symbolen gekennzeichnet.
  • Große Zwangsarbeitslager für Juden, „die der Vernichtung durch Arbeit“ dienten.
  • Große Stammlager für sowjetische Kriegsgefangene mit wahrscheinlich mehr als 25 000 Todesopfern.


Zu beachten ist, dass es sich hierbei um eine vom Institut für Zeitgeschichte gewählte Einteilung handelt, die das Lagersystem auf eine fassbare Struktur reduziert, damals aber nicht gebräuchlich war.

Damit ist das System des Terrors und der Vernichtung noch lange nicht hinreichend beschrieben: Allein in Polen konnten über 5 000 Lager- und Haftstätten unterschiedlicher Größe, Art und Funktion nachgewiesen werden.

 

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