Hitlers Sakralisierung

Die Überhöhung Hitlers erhielt ihre stärkste Ausprägung in dessen pseudoreligiöser Verklärung und in der dem kirchlichen Zeremoniell nachempfundenen Dramaturgie öffentlicher Feiern, die als weltliche Gottesdienste inszeniert wurden.

Immer stand Hitler real oder wenigstens als großes Bild im Mittelpunkt. Die so zelebrierte Beziehung zwischen Führer und Volk bedurfte immer wieder der Aktualisierung durch Feste und Feiern, bei denen der Führerkult seine stärkste Ritualisierung erfuhr.

Die Nationalsozialisten kreierten ein um Hitler kreisendes Feierjahr, das den kirchlichen Festtagskalender zunächst überlagern und eines Tages ganz ersetzen sollte.

3