Dokumentation Obersalzberg

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Workshops können leider aus aktuellem Anlass der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Hygieneauflagen nicht angeboten werden.  

Workshops

Unsere Workshops richten sich an alle interessierten Besucher*innen, unabhängig von Alter und Vorkenntnissen. Die Programme sind in Modulen aufgebaut, die in Anspruch, Inhalt und Ablauf an die Anfordernisse der jeweiligen Gruppe angepasst werden können. 

Aus drei Schwerpunkten kann gewählt werden, die eine Annäherung an die Geschichte des Obersalzbergs und des Nationalsozialismus mit unterschiedlichen methodischen Zugängen und aus verschiedenen Perspektiven ermöglichen. Gerne beraten Sie unsere Mitarbeiter*innen vom Bildungsreferat welcher Workshop für Ihre Gruppe am besten geeignet ist und stellen ein für Sie passendes Programm zusammen: bildung[at]obersalzberg.de oder unter +49 (0) 8652 / 9479623.   

Workshop "Erlebte Geschichte - Geschichte(n) erleben"

Dauer: 4 Stunden

Verschiedene Quellen aus der Zeit des Nationalsozialismus ermöglichen es, vielfältige Lebensgeschichten zu erforschen. Die Biografien sind eng mit dem historischen Ort Obersalzberg verwoben und eröffnen multiperspektivische Einblicke in die Vergangenheit. Sie bieten Anknüpfungspunkte für die Teilnehmer*innen und regen zum Nachdenken an über Opfer, Täter, Profiteure und Zuschauer der nationalsozialistischen “Volksgemeinschaft”. Dieser Workshop vermittelt einen differenzierten Blick auf gesellschaftliche Dynamiken und die Bedeutung individuellen Handelns sowie grundlegendes Wissen zur Geschichte des Nationalsozialismus. Außerdem bietet die Arbeit mit Primärquellen Anlass, über die Frage nachzudenken, wie Geschichte “gemacht” wird. 

Ein thematischer Schwerpunkt in der Auswahl der Biografien ist möglich. Gerne beraten wir Sie wie der Workshop inhaltlich für Ihre Gruppe angepasst werden kann.

Workshop "Spurensuche durch historische Fotografien"

Dauer: 4 Stunden

Im Vordergrund des Workshops stehen die Dekonstruktion und die Kontextualisierung von Fotografien. In vier Schritten werden Beispielbilder analysiert, die Adolf Hitler am Obersalzberg zeigen und die in der Zeit des Nationalsozialismus massenhaft verbreitet wurden. So kann nach beabsichtigte Zuschreibungen und Bildaussagen sowie deren technischer Produktion gefragt werden. Zudem wird die Wirkmacht und Verbreitung der Fotografien anhand von Sammelbilderalben aus der NS-Zeit diskutiert. Hierbei wird ein eindimensionales Verständnis von Propaganda aufgebrochen und die vielschichtigen Wechselwirkungen zwischen Herrschenden, Produzenten und Bevölkerung werden offengelegt. Ziel ist es durch kritisches Hinterfragen von Deutungsmustern, ein reflektierendes Geschichtsbewusstsein zu entwickeln und Medienkompetenzen zu schulen, die auch für die Gegenwart von wachsender Bedeutung sind.  

Workshop "Was tun mit dem Berghofgelände?"

Dauer: 4 Stunden

Gar nichts? Ein zweites Museum? Ein Mahnmal? Ein Fastfood-Restaurant? Oder, anders formuliert: Sich selbst überlassen? Aufarbeiten? Gedenken? Überschreiben?  
Seit 1945 wird das Berghofgelände als historisch belastet wahrgenommen – und genauso lange wird darüber nachgedacht, wie mit dem Gelände am besten umgegangen werden sollte. Hitlers Berghof wurde bei Kriegsende beschädigt, die Ruine 1952 gesprengt, das Gelände aufgeforstet. Heute machen nur noch eine Hangstützmauer und eine Hinweistafel den Ort im Wald identifizierbar. Zugleich ist der Obersalzberg ein Ort des Massentourismus, und das Berghofgelände zieht zahlreiche Interessierte und Neugierige an – darunter auch Neonazis und Ewiggestrige. Doch was ist der richtige Umgang mit diesem Ort? Und gibt es überhaupt den einen, richtigen Weg?  
Ausgehend von einem Rundgang über das historische Gelände stellt der Workshop verschiedene Fragen und Problemstellungen in den Raum. Die Teilnehmer*innen entwickeln Lösungskonzepte, die abschließend in Kleingruppen visualisiert werden. Ziel ist es, für den gesellschaftlichen Umgang mit historischen Orten und anderen Überresten des NS-Regimes zu sensibilisieren. Im Zentrum steht die Frage, was diese Orte und unser Umgang damit für unsere Erinnerungskultur und unsere Gegenwart bedeuten.



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