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Zerstörte Lage-Baracke im Führerhauptquartier Wolfsschanze bei Rastenburg in Ostpreußen nach dem Attentat Stauffenbergs am 20. Juli 1944.
Anders als die auf eine Volkserhebung gerichtete antifaschistische Propaganda der Linken oder individuelle Attentatsversuche gegen die Person Hitlers stellte die Verschwörung der "alten Eliten" den Bestand des Regimes realistisch in Frage. Allerdings begannen die Militäropposition und die mit ihr verbundene zivile Opposition erst nach der "Winterkatastrophe" 1941/42 (Stillstand des deutschen Vormarschs vor Moskau), die den Nimbus von Hitlers Unbesiegbarkeit brach, festere Strukturen zu entwickeln.
Attentat und Staatsstreichversuch des 20. Juli 1944 bilden - als einzig erfolgsversprechende Aktion während des Krieges - zweifelsohne den Kulminationspunkt des deutschen Widerstands. Neben der Offiziersverschwörung um Henning von Tresckow, Claus Schenk von Stauffenberg und Friedrich Olbricht bestand eine zivile Oppositionsgruppe um Carl Goerdeler, den 1938 entlassenen Botschafter Ulrich von Hassell u. a. Zu diesen stießen schon bald nach Kriegsbeginn so hochrangige ehemalige SPD- und Gewerkschaftsführer wie der frühere Reichstagsabgeordnete Julius Leber und der ehemalige hessische Innenminister Wilhelm Leuschner mit ihrem weitgespannten Verbindungsnetz zu früheren Kollegen und Genossen. Die zivile Oppositionsgruppe stand über den ehemaligen Generalstabschef Ludwig Beck mit der Offiziersverschwörung in unterschiedlich enger Verbindung, war in die Staatsstreichüberlegungen mehr oder minder eingeweiht und stellte im Juni 1944 das Hauptkontingent der von den Verschwörern in verschiedener personeller Zusammensetzung geplanten provisorischen Regierung.
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