"Volk ohne Raum" von Hans Grimm

"Volk ohne Raum" war der Titel eines 1926 erschienenen, weit verbreiteten Romans von Hans Grimm (1875-1959). Obwohl Grimm in diesem Roman für eine klassische Kolonialpolitik eintrat, übernahmen die Nationalsozialisten den Titel als Schlagwort für die Propagierung ihrer auf Expansion nach Osten gerichteten Lebensraumideologie. Das Gefühl der "Enge" und der "Raumnot" gehörte zu den Krisensymptomen der Weimarer Republik. Die Parole "Volk ohne Raum" fiel so auf fruchtbaren Boden und gewann den Nationalsozialisten viele Anhänger.