Dokumentation Obersalzberg

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Rezensionen zur 3. erweiterten Auflage 2001

Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte

Diese Dokumentation soll hier, an einem sogenannten Täterort (an dem NS-Maßnahmen geplant, in die Wege geleitet und gesteuert wurden), als historischer Stätte die Ideologie der nationalsozialistischen Diktatur und deren Realisierung durch die hier agierenden Führungskräfte sichtbar machen. Sie soll am historischen Ort eine Stätte historisch-politischer Bildung gestalten; der Ort ist ein Touristenzentrum im Berchtesgadener Fremdenverkehr, und die wenigsten seiner Besucher haben zureichende Kenntnis über die geschichtlichen Bezugssysteme des Obersalzberges und seiner Position in der NS-Weltanschauung und der täglichen Realität der ihrem Regime unterworfenen Menschen. Die Besucherstatistik zeigt (in den ersten 18 Monaten kamen 160.000 Besucher), dass es den Planern und Gestaltern der Ausstellung gelungen ist, das Interesse eines breiten Publikums auf ein sehr schwieriges Kapitel der Berchtesgadener Ortsgeschichte und deren Einbettung in das deutsche und europäische Geschehen während der NS-Epoche zu leiten und mit fundierten Informationen in überzeugender Weise zu versehen.
[...]
In detaillierter Untergliederung werden wohl alle wichtigen Lebensbereiche und staatlichen Beziehungen nach außen dargestellt.
[...]
Ein Verzeichnis zweckmäßig ausgewählter Literatur, sorgfältiger Register und ein sehr zweckdienlicher Exponatnachweis beschließen den Band, dem als instruktive Einführung in den höchst schwierigen Umgang mit der Geschichtsepoche von 1919-1945 weiterhin Beachtung und weite Verbreitung zu wünschen ist.

Prof. Dr. Wilhelm Volkert,
in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte 65 (2003) 3, S.- 1059 - 1062

 

Nacht über Deutschland

"Die tödliche Utopie“, der Begleitband zur NS-Dokumentation auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden, hat sich insgeheim zu einem Bestseller entwickelt. [...] Das reich bebilderte Buch spiegelt den besonderen Charakter der Dokumentation: Sie ist die bislang einzige Dauerausstellung über das „Dritte Reich“, die alle wesentlichen Erscheinungsformen des Nationalsozialismus behandelt. Dabei beschränkt sie sich nicht auf die sozialpsychologische Grundstimmung von „Faszination und Gewalt“, sondern befasst sich auch mit der historischen Disposition der Deutschen für die Diktatur. Eben deshalb ist das Buch weit mehr als ein Ausstellungskatalog – durch Texte unterschiedlicher Länge und Schwierigkeiten sowie eine Fülle genau erläuteter Dokumente und Bilder (wie das abgebildete Plakat zur Verdunkelung) trägt es zum Verständnis dieser Epoche bei.
Von den Zeithistorikern Volker Dahm und Hartmut Mehringer federführend herausgegeben, unterrichtet das Buch sowohl über die Innenpolitik zwischen „Volksgemeinschaft“ und Terrorapparat als auch über die Außenpolitik mit dem NS- Bündnissystem. Ein eigenes Kapitel gilt dem noch immer zu wenig bekannten „anderen Deutschland“ von Widerstand und Emigration. Eine wichtige Rolle nehmen stets die grafischen Darstellungen ein – so wird etwa der Verlauf des Zweiten Weltkriegs durch detaillierte Jahreskarten dokumentiert. So bietet dieser Band gleichzeitig umfassende, kompetente und anschauliche Information über Deutschlands dunkelste Epoche.

Wolfgang Jean Stock,
in: Süddeutsche Zeitung Nr. 54 vom 6. März 2003

 

Wapenfeiten uit het Derde Rijk

Het begeleidende boek is een schoolvoorbeeld van Duitse Gründlichkeit. Die tödliche Utopie presenteert foto's, teksten an documenten van alle aspecten van de nazi-tijd. [...] Alles wordt met voor zich sprekende foto's en documenten geillustreerd.

Joseph Pearce,
in: De Morgen (Brüssel) vom 15. Mai 2002

 

Heile Bergwelt und gähnender Abgrund

Bereits 1999 erschien die 1. Auflage des Begleitbandes zur "Dokumentation Obersalzberg", einer wohl in ihrer Themendichte und Gesamtschau einzigartigen Dauerausstellung zum Nationalsozialismus, deren Ausarbeitung und Umsetzung das Münchener Institut für Zeitgeschichte besorgt hat.
[...]
Mit der nun vorliegenden überarbeiteten Neuauflage wird das Buch zur Ausstellung einem größeren Publikum als den Ausstellungsbesuchern auf dem Obersalzberg zugänglich gemacht. "Die tödliche Utopie" ist ein nicht zuletzt dank seiner zahlreichen Abbildungen anschaulich gearbeitetes und umfassend angelegtes Lesebuch zur Geschichte des Dritten Reichs.
[...]
Die Güte der alle wichtigen Bereiche des Nationalsozialismus systematisch abschreitenden Beiträge, ebenso jedoch die Qualität des abgedruckten Ausstellungs- und Quellenmaterials und nicht zuletzt die Nützlichkeit des mitgelieferten Daten- und Literaturverzeichnisses heben dieses Werk aus der Masse an Lesebüchern und Übersichtsdarstellungen zum Nationalsozialismus heraus.

Das selbst gesetzte Ziel des Bandes, die totalitären Gefährdungen moderner Gesellschaften aufzuzeigen, wurde erreicht. "Die tödliche Utopie" ist von hohem didaktischem Wert zumal in einer Zeit, die ihrerseits die Demokratien neuen Versuchungen und Gefährdungen aussetzt, einer Zeit, in der die Angst vor dem Unbekannten und Fremden erneut um sich greift, in der der Ruf nach umfassender Sicherheit immer vernehmlicher anschwillt und in der die Erinnerung vielen zur quälenden Pflicht und das Vergessen als Befreiung erlebt wird.

Christian Moos,
in: politik-buch.de am 9. Mai 2002

 

Vorwärts

"Die tödliche Utopie" - ein Ausstellungskatalog, eine Begleitdokumentation oder ein zeitgeschichtlich-politisches Sachbuch? Alles trifft zu. Es ist ein Ausstellungskatalog, der Hintergrundinformationen zur weltweit bislang einzigen Daueraustellung über das Dritte Reich - "Dokumentation Obersalzberg" - liefert. Es ist eine Begleitdokumentation, die Bilder und Dokumente erläutert, und es ist ein Sachbuch, das durch eigenständige wissenschaftliche Beiträge der Autoren des Instituts für Zeitgeschichte sowie die Herstellung historischer Zusammenhänge eine zuverlässige Kenntnis der Geschehnisse der Jahre 1933 bis 1945 vermittelt.

[...]

Als Einstiegslektüre oder für schulische Zwecke ist das Buch aufgrund des aktuellen Forschungsstands geeignet. Alles wird gut verständlich und unkompliziert wiedergegeben. Doch auch für bereits Informierte ist "Die tödliche Utopie" sehr zu empfehlen.

Holger Küppers,
in: Vorwärts, 2001

 

DÖW-Mitteilungen

Nicht minder beeindruckend ist der dazugehörige Ausstellungskatalog, der vom Institut für Zeitgeschichte München im Oktober 1999 im Eigenverlag herausgegeben wurde und im April dieses Jahres immerhin bereits seine dritte erweiterte und überarbeitete Auflage erreicht hat. Das Buch gliedert sich inhaltlich in drei Teile, in eine kurze Einführung, in die eigentliche Dokumentation sowie in ein Chronik-, Literatur-, Register- und Quellenverzeichnis. Den Schwerpunkt bildet der Abschnitt "Dokumentation", der eine umfangreiche Darstellung zu Geschichte und Wesen der NS-Diktatur beinhaltet. Die Autoren, international anerkannte Zeithistoriker, stellen zunächst in Form von Einführungskapiteln ausgewählte Politikfelder des Nationalsozialismus vor, wobei sie jeweils eine präzise Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes zu zentralen Aspekten der NS-Herrschaft wiedergeben. ...

Diesen Einleitungskapiteln folgt jeweils eine Auswahl an Bildern, Dokumenten, Graphiken und erläuternden Texten, die dem vorliegenden Buch ob der Fülle an historischen Begriffserklärungen und Detailanalysen den Charakter eines Nachschlagewerkes verleiht. Es sind vor allem Fotos und Dokumente, die das Buch zur Fundgrube werden lassen. ...

Der Schlußteil des Buches erhebt den Ausstellungskatalog in den Rang eines fundierten Hand- und Quellenbuchs: Zunächst sei auf die ausführliche Chronik für die Zeit von 1919 bis 1945 hingewiesen, des Weiteren auf den übersichtlichen und profunden Bibliographieteil und auf die drei Register, die das Buch nach Personen, Organisationen bzw. Institutionen sowie geographisch erschließen.

Der vorliegende Katalog hat hinsichtlich seiner Lesbarkeit, Übersichtlichkeit, didaktischen Umsetzung, graphischen Gestaltung und der kreativen Verwendung von Bild- und Dokumentenmaterial neue Maßstäbe gesetzt. Als Informations- und Nachschlagewerk ist er deshalb jedem politisch und zeitgeschichtlich Interessierten wärmstens zu empfehlen, im Besonderen sei er HistorikerInnen, JournalistInnen, VolksbildnerInnen, LehrerInnen, SchülerInnen und StudentInnen ans Herz gelegt.

Peter Schwarz,
in: DÖW-Mitteilungen Nr. 153/September 2001

 

Der Obersalzberg als Ausgangspunkt

Das Buch hat das Zeug zum Standardwerk.

Stuttgarter Zeitung Nr. 171 vom 27. Juli 2001


Lesermeinungen

Der Katalog "Die tödliche Utopie" ist etwas vom Besten , was wir in letzter Zeit zum Thema gelesen haben!!

M.u.G.S., E.Mail, 1.9.2003

Ich habe das Buch „Die tödliche Utopie“ mit Faszination gelesen. Es stellt die deutsche Geschichte während des Zweiten Weltkrieges sehr genau dar und zeigt wie interessant doch diese Zeit dennoch war. Dieses Buch und die Ausstellung am Obersalzberg sollte sich keiner entgehen lassen, der sich für diese Episode deutscher Geschichte interessiert.

D.W., E-Mail aus Denkendorf /Oberbayern, 7.8.2003

 

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