Die "Penzberger Mordnacht"

Hans Rummer, bis 1933 sozialdemokratischer Bürgermeister von Penzberg, übernahm am 28. April 1945 mit sozialdemokratischen und kommunistischen Helfern die Macht im Rathaus des oberbayerischen Bergarbeiter-Städtchens, um eine Sprengung des Bergwerks zu verhindern. Wenig später von einer Wehrmachteinheit verhaftet, wurden er und fünf weitere Beteiligte erschossen. Der NS-Literat Hans Zöberlein sorgte anschließend an der Spitze eines Werwolf-Haufens in Penzberg “für Ordnung”: Zehn z. T. völlig unbeteiligte Männer und Frauen wurden in der Nacht ohne Verfahren erhängt. Zwei Tage danach, am 30. April 1945, rückten die Amerikaner in Penzberg ein.