Das nationalsozialistische Bündnissystem

Das Bündnis mit Italien gegen Frankreich war Teil von Hitlers außenpolitischem Grundplan. Auch Italien benötigte das Bündnis für seine expansionistischen Pläne im Mittelmeerraum. Um die Jahreswende 1935/1936 setzte die Annäherung ein, die Italien von Deutschland abhängig machte. Im Herbst 1936 verkündete Mussolini die"Achse Berlin - Rom", die 1939 durch ein Militärbündnis ("Stahl-Pakt") verstärkt wurde. Deutschland und Italien suchten zudem, ihre Expansionspolitik mit Japan zu koordinieren: Am 25. November 1936 schlossen Berlin und Tokio den „Antikominternpakt“, dem Italien am 6. November 1937 beitrat: Das "weltpolitische Dreieck" Berlin – Rom – Tokio war entstanden. Einerseits antikommunistisch und antisowjetisch, sollte das Bündnis andererseits Großbritannien unter Druck setzen.