Kommunistischer Widerstand
Das Bündnis der Diktatoren im Hitler-Stalin-Pakt 1939 hatte den kommunistischen Widerstand fast völlig zum Erliegen gebracht. Der deutsche Angriff auf die Sowjetunion 1941 führte zu seiner Wiederbelebung: Freund und Feind waren nun wieder klar erkennbar. Die "schlafenden Kader" erwachten und versuchten die Errichtung einer "zweiten Front" im Inneren. Die neugebildeten Gruppen wurden nahezu ausnahmslos von der Gestapo gefasst, die Beteiligten zumeist hingerichtet.
Um den Berliner Kommunisten Robert Uhrig (1903-1944) enstand Ende der dreißiger Jahre eine weitverzweigte illegale Organisation, die ab 1941 mit der kommunistisch-nationalrevolutionären Gruppe um Beppo Römer zusammenarbeitete und über sie Verbindung mit einer Gruppe in München und anderen Widerstandskreisen aufnahm. Verstärkte Propagandaaktivitäten nach dem deutschen Angriff auf die UdSSR und ihre Durchsetzung mit Gestapospitzeln führten Anfang 1942 zu ihrem Ende. Uhrig wurde zum Tode verurteilt und am 21. August 1944 hingerichtet.
Die ADV um Karl Zimmet, Hans und Emma Hutzelmann, die der KPD nahestanden, hörte Feindsender ab und verteilte Flugblätter. Sie arbeitete eng mit einer illegalen Organisation sowjetischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter zusammen, die Anfang 1944 von der Gestapo aufgerollt wurde. Die Mitglieder der ADV wurden ebenfalls verhaftet und zumeist hingerichtet.


