Kehlsteinhaus und Berchtesgadener Landesstiftung
Zur dauerhaften Sicherung des Kehlsteinhauses und der Kehlsteinstraße für den Kreis Berchtesgaden wurde 1960 die Berchtesgadener Landesstiftung gegründet. Aus Anlass der 150-jährigen Zugehörigkeit Berchtesgadens zu Bayern sollte „Vermögen im Berchtesgadener Land, das ehemals Zwecken der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft diente“, künftig „gemeinnützigen Zwecken“ gewidmet werden.
Kernpunkt der Konstruktion ist die Einräumung eines dauerhaften „dinglichen Nießbrauchrechts“ am Kehlsteinhaus und den Kehlsteinstraßen durch den Freistaat zugunsten der Landesstiftung, das nur nach deren Aufhebung an Bayern zurückfallen würde. Mit den aus dem Betrieb erwirtschafteten Geldern werden Aufgaben im Kreisgebiet gefördert. Von 1960 bis 2010 wurden Zuschüsse in Höhe von rund 18,2 Millionen € ausbezahlt.
Das Kehlsteinhaus war seit 1951 für den allgemeinen Tourismus freigegeben und seit 1. April 1952 als Berggaststätte verpachtet, zunächst vom Freistaat Bayern an die Sektion Berchtesgaden des Deutschen Alpenvereins, seit 1962 von der Berchtesgadener Landesstiftung an den Fremdenverkehrsverband (heute Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee). Bis 2005 fuhren über 11,3 Millionen Besucher auf den Kehlstein.


