Hitler-Merchandising nach 1945

Wie eh und je war Authentisches gefragt: Statt Holzstückchen vom Zaun des „Führerhauses“ nahm man jetzt Bruchstücke von der Berghofruine mit nach Hause. Solche „Reliquien“ wurden an den Kiosken ebenso angeboten wie Taschentücher, Stocknägel und Postkarten mit dem Berghofmotiv, wie diese - mit nachträglicher Retouche - aus dem Jahr 2000, die auch vor 1945 hätte angeboten werden können: lediglich  weht links vom Berghof die weißblaue Fahne Bayerns an Stelle der Hakenkreuzfahne. Presseberichte über diesen Devotionalienhandel schreckten immer wieder die Behörden auf. Es kam auch zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, die aber mangels Straftatbestand regelmäßig wieder eingestellt wurden.