Das Zwei-Säulen-Konzept

Als die Amerikaner Anfang 1995 ankündigten, dass sie die „Recreation Area“  Berchtesgaden endgültig aufgeben und den Obersalzberg verlassen wollten, stellte sich nicht nur die Frage nach einer wirtschaftlichen Kompensation für den Abzug der US-Army, sondern vor allem auch die Frage nach dem „richtigen“ Umgang mit dem historischen Ort.

Anfang Februar 1995 gründete sich daher eine Bürgerinitiative, die die Errichtung einer „Gedenk- und Dokumentationsstätte am Obersalzberg“ forderte, „in der die Besucher die Möglichkeit haben, sich … über die Geschichte der Nazidiktatur am Obersalzberg zu informieren“. Während sich die Presse weit über Berchtesgaden hinaus des Themas annahm, lehnten die verantwortlichen Politiker dies zunächst kategorisch ab. Unter dem Druck der nationalen wie internationalen Öffentlichkeit beschloss die Bayerische Staatsregierung in Abstimmung mit dem Landkreis Berchtesgadener Land und der Marktgemeinde Berchtesgaden das sogenannte „Zwei-Säulen-Konzept“ für die künftige Nutzung des Geländes. Dieses sieht zum einen den Bau eines „Hotels der gehobenen Klasse“ – das für rund 50 Mio. € erbaute und 2005 eröffnete Interconti – und zum anderen die Errichtung einer der „besonderen Geschichte des Ortes“ entsprechenden Dokumentationsstätte vor.

Das Bayerische Finanzministerium als Hausherr des Obersalzbergs beauftragte sehr schnell das Institut für Zeitgeschichte mit der Entwicklung und Realisierung eines Konzepts für eine historische Dokumentation über die Geschichte und Bedeutung des Obersalzbergs in der Zeit des Nationalsozialismus. Am 20. Oktober 1999 wurde die für 4 Mio. DM errichtete Dokumentation Obersalzberg eröffnet.

Besuchen Sie uns auf Facebook

Aktuelle Infos RSS-Feed

11.05.2012

Die Dokumentation Obersalzberg beteiligt sich am Museumstag 2012. Am Sonntag, den 20. Mai sind Eintritt und Audioguides kostenlos ebenso wie die Teilnahme an öffentlichen Führungen. Mehr dazu finden Sie hier.

08.05.2012

Das Institut für Zeitgeschichte, München - Berlin besetzt zum 1. August 2012 für die Dokumentation Obersalzberg (Dienstort Berchtesgaden) unbefristet die Stelle eines Museumspädagogen/einer Museumspädagogin in der Vergütungsgruppe  E 12 TV-L.
Das IfZ strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen an und bittet qualifizierte Frauen ausdrücklich um ihre Bewerbung.
Die Bewerbungen geeigneter Schwerbehinderter sind erwünscht.
Weitere Informationen finden Sie hier. Auskünfte erteilen: Nina Riess Tel. +49 (0) 8652/ 94 79 - 622 oder Albert A. Feiber, Tel. +49 (0) 89 / 12 688 173.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen werden bis zum 15. Juni 2012 erbeten an den Direktor des IfZ, Prof. Dr. Andreas Wirsching, Leonrodstraße 46b, 80636 München, Deutschland.

08.05.2012

19. Obersalzberger Gespräch am Donnerstag, 24. Mai 2012, 19.00 Uhr: Prof. Dr. Harald Welzer spricht zum Thema "Extreme Gewalt und Nachkrieg. Wie aus Soldaten Opas werden.

29.04.2012

Ab sofort finden an 5 Tagen die Woche öffentliche Führungen statt. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

19.04.2012

Die Auffahrt aus Berchtesgaden zum Obersalzberg ist gesperrt. Bitte nutzen Sie die Umleitung über Oberau. Wenn Sie aus Richtung Bad Reichenhall/Berchtesgaden kommen, müssen Sie daher 15 weitere Minuten für die Anfahrt berechnen.