Stoiber besucht Dokumentationszentrum am Obersalzberg
Stoiber besucht Dokumentationszentrum am Obersalzberg / Diskussion mit Schülern / Dokumentationsstätten in ganz Bayern Mahnmale für ein entschlossenes „Nie wieder“
(Pressemitteilung der Bayerischen Staatskanzlei vom 17. September 2007)
Für Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber ist bei dem an die Kabinettssitzung in Berchtesgaden anschließenden Besuch des Dokumentationszentrums auf dem Obersalzberg die Erinnerung und Aufarbeitung des Unrechts der NS-Gewaltherrschaft als eine „zentrale Daueraufgabe der deutschen Politik“ besonders wichtig. Die „ehrliche und lückenlose Verantwortung für die menschen- und werteverachtende Nazi-Diktatur“ ist nach den Worten Stoibers „ein Schlüsselinstrument gegen ein Wiederaufkeimen des Rechtsextremismus in Deutschland“. Stoiber: „Gerade gegenüber der jungen Generation muss die Erinnerung an das nationalsozialistische Unrechtssystem weitergegeben werden. Dies ist wichtig, um gerade junge Menschen gegen die falschen Propheten des Ewiggestrigen zu wappnen. Das ist die gemeinsame Aufgabe aller Demokraten. Deshalb ist es mir in meiner Amtszeit immer ein ganz besonderes Anliegen gewesen, hier eindeutige Zeichen zu setzen. Mit dem konsequenten Ausbau der Dokumentations- und Erinnerungsstätten auf dem Obersalzberg, in Dachau, in Flossenbürg und Nürnberg hat Bayern Mahnmale für ein entschlossenes ‚Nie wieder’ geschaffen.“ Ministerpräsident Stoiber hat als erster bayerischer Ministerpräsident im Jahr 1995 bei der 50jährigen Wiederkehr der Befreiung das ehemalige Konzentrationslager Dachau besucht und im Jahr 2003 die neue historische Hauptausstellung eröffnet. Neben der umfassenden Dokumentation auf dem Obersalzberg sind in Bayern in der Amtszeit Stoibers mit den Erinnerungsstätten auf dem früheren Konzentrationslager Flossenbürg und dem ehemaligen NS-Parteitagsgelände in Nürnberg weitere bedeutende Gedenkstätten an die Zeit des Nationalsozialismus entstanden.
Stoiber zeigte sich besonders beeindruckt, dass von den rund 1,1 Millionen Besuchern des 1999 errichteten Dokumentationszentrums auf dem Obersalzberg rund ein Viertel Schüler und Studenten sind. Stoiber: „Die Zahl bestätigt eindrucksvoll, dass es richtig ist, dass Bayern 5,2 Millionen Euro in eine umfassende Dokumentationsstätte investiert hat und dass wir den staatlichen Zuschuss für die wissenschaftliche und pädagogische Betreuung von 65.000 Euro in diesem Jahr auf 280.000 Euro im nächsten Jahr deutlich aufstocken. Das Dokumentationszentrum ist ein herausragender politischer Lernort für Verantwortung und Werteerziehung.“





