Vortrag

Mittwoch, 19. Juli 2017, 19:00 Uhr

Als die Welt zusammenbrach. Meine Kindheit am Obersalzberg

Mit Irmgard Hunt

Irmgard Hunt wurde 1934 in Berchtesgaden, unweit Hitlers Wohnsitz und des Machtzentrums der Naziherrschaft am Obersalzberg geboren. Ihre Eltern wählten Hitler in der Hoffnung auf ein besseres Leben, doch dessen Versprechen brachten nur eine kurze Zeit bescheidenen Wohlstand.  Bald schon brachen mit den Kriegsjahren in die idyllische, heile Bergwelt Angst und Schrecken herein.
Sie wurde zum Kriegskind, das den Verlust des Vaters erleiden musste, sie war Trost für die trauernde Mutter, musste Hunger und Entbehrungen ertragen. In ihrer Schule füllten Kinder von Flüchtlingen die Klassen, und sie lernte hautnah das Elend der aus den zerbombten Städten evakuierten und in Baracken untergebrachten Menschen kennen, ebenso die schwer verwundeten Soldaten, die zur Erholung nach Berchtesgaden geschickt wurden. Täglicher Fliegeralarm und die Besorgung der raren Lebensmittel bestimmten den Tagesablauf.
Hunt erzählt in berührender Weise Ereignisse, die sich ihr eingeprägt haben, ergänzt diese durch Aussagen von Familienangehörigen, Verwandten und Freunden und was sie durch Forschungen in Archiven und Familiendokumenten fand. Immer wieder stellt die Autorin die Frage, warum es zu einer solchen menschlichen Tragödie kommen konnte, und mahnt zu Wachsamkeit, damit so etwas nie wieder passieren kann.
Ein einzigartiges Buch, das in vielen Details, die man nicht in den Geschichtsbüchern findet, die zerstörerischen Veränderungen schildert, die die nationalsozialistische Ideologie in den Köpfen und Herzen der Menschen bewirkte.

Den Flyer zum download finden Sie hier!

Impressionen vom Obersalzberger Gespräch mit Irmgard Hunt

 


 
 
 
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12.07.2017

Mit bislang 66.807 Besucherinnen und Besuchern kann sich die Dokumentation Obersalzberg über das zweitbeste Halbjahresergebnis ihres Bestehens freuen. Weitere Informationen finden Sie hier.

07.07.2017

Die Dokumentation Obersalzberg sucht Exponate für die neue Dauerausstellung und hofft auf viele spannende Dachboden-Funde. Was sich dort so alles verbergen kann, präsentierten drei Gäste gestern Medienvertretern. Sie stellten Objekte vor, die sie uns zur Verfügung gestellt hatten: Vom Fotoalbum über ein Schulheft der Mutter bis hin zum Kindergasbettchen –  zum Schutz von Säuglingen, die noch keine Gasmaske tragen konnten. Das Team der Dokumentation hatte noch weitere Stücke aus der Sammlung mitgebracht: Feldpost, den Entlassungsschein eines Berchtesgadeners aus dem KZ Mauthausen oder ein Motivkissen mit Hitlers
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03.07.2017

Wie konzipiert man eine Ausstellung? Die neue Ausstellung soll auf dem aktuellsten Stand der historischen Forschung und der Museumsdidaktik sein. Deshalb besucht das KuratorInnenteam regelmäßig Fachtagungen, um das Konzept mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Disziplinen und Ländern zu diskutieren. Anfang Juli veranstaltete der Leiter Axel Drecoll gemeinsam mit Frank Bajohr, dem Leiter des Zentrum für Holocaust-Studien, und dem Tourismusforscher John Lennon von der Glasgow Caledonian University eine internationale Konferenz zum Thema „Dark Touris
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27.06.2017

Die 7. durchgesehene Auflage des Begleitbandes "Die tödliche Utopie" ist erschienen und ab sofort auch als Buchhandelsausgabe zu beziehen.