11.10.11

„Obersalzberg braucht Gesamtkonzept”

 

Grünen-Landtagsfraktion in Berchtesgaden

„Obersalzberg braucht Gesamtkonzept”

Die Politiker fordern unter anderem, das immer wieder in die Schlagzeilen geratene Bunkergelände im Hotel „Zum Türken” entweder zu sperren oder ins Gesamtkonzept einzubinden.

Die Grünen im Bayerischen Landtag begrüßen, dass die Dokumentation am Obersalzberg endlich erweitert und neu konzeptioniert werden soll. Mitte September reisten rund 20 Abgeordnete und Mitarbeiter der Fraktion, unter anderem die Fraktionsvorsitzende Margarete Bause, Christine Stahl, Vize-Präsidentin des Bayerischen Landtags, sowie der kulturpolitische Sprecher Sepp Dürr nach Berchtesgaden. Zusammen mit Michael Drummer, Ortsvorstand der Grünen in Berchtesgaden, und Marie-Luise Thierauf, Vorsitzende der Grünen im Kreisverband Berchtesgadener Land, konnten sie sich davon überzeugen, wie dringend notwendig die Erweiterung der Dokumentation Obersalzberg ist: Die Ausstellung ist dem Besucheransturm nicht gewachsen.

„Die Einrichtung war von Anfang an eine beispiellose Erfolgsgeschichte“, freut sich der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Sepp Dürr. Die grüne Landtagsfraktion fordert nun laut einer Pressemitteilung, dass bei der geplanten Erweiterung die noch verbliebenen baulichen Hinterlassenschaften des NS-Regimes gesichert und das Gelände des ehemaligen Berghofs, des Platterhofs sowie des Kehlsteinhauses in das Gesamtkonzept miteinbezogen werden.

„Wichtig ist uns besonders, dass das Kehlsteinhaus historisch erschlossen, zusammen mit dem Berghof-Gelände als Satellitenausstellung in die Dokumentation integriert und durch offizielle Führungen präsentiert wird“, erklärt Sepp Dürr. „Dazu gehören auch eine einheitliche Ausschilderung des gesamten Obersalzberg-Gebiets mit Wegweisern und Informationstafeln“.

Das Angebot an Werbeprospekten, Andenken, Büchern und so weiter dürfe nur auf Grundlage wissenschaftlicher Beratung erfolgen, um zu vermeiden, dass wie bisher verharmlosende Publikationen an die Gäste verkauft werden. Die Grünen fordern zudem, dass der private Zugang zu den Bunkeranlagen unterhalb des Hotels „Zum Türken“ entweder gänzlich gesperrt oder in das erfolgreiche und wissenschaftlich fundierte Konzept der Dokumentationsstelle miteingebunden wird.

„Wir erwarten von der Staatsregierung auch eine Prüfung, ob am Obersalzberg nicht eine Internationale Jugendbegegnungsstätte als Lern- und Erinnerungsort entstehen könnte“, erklärte Sepp Dürr angesichts des besonderen Interesses gerade von Schulklassen und Jugendgruppen. Die Forderungen der grünen Fraktion werden demnächst Thema im Landtag sein.

Autor: wo

Erschienen am 11. Oktober 2011 im Wochenblatt.


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15.01.2015

Besucherrekord für die Dokumentation Obersalzberg: 170.701 Besucherinnen und Besucher interessierten sich 2014 für die Dauerausstellung des Instituts für Zeitgeschichte. Das ist der zweithöchste Wert seit Eröffnung der Dokumentation im Jahr 1999. Weitere Informationen dazu hier.

22.12.2014

Das Institut für Zeitgeschichte, München - Berlin besetzt zum nächstmöglichen Zeitpunkt zunächst auf 2 Jahre nach TZBfG befristet zur Unterstützung der Fachlichen Leitung der Dokumentation Obersalzberg (Dienstort München) die Stelle eines/einer Verwaltungsmitarbeiter/in (Vollzeit) im Sekretariat in der Vergütungsgruppe  E 6 TV-L.
Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Auskünfte erteilt: Albert Feiber, Tel. +49 (0) 89 / 12 688 – 251, E-Mail: feiber[at]ifz-muenchen.de
Ihre aussagekräftige, schriftliche Bewerbung mit den vollständigen Unterlagen richten Sie bitte bis zum 31. Januar 2015 an den Direktor des IfZ, Prof. Dr. Andreas Wirsching, Leonrodstraße 46b, 80636 München, Deutschland.

22.12.2014

Das Institut für Zeitgeschichte, München - Berlin besetzt vertretungsweise für die Dauer einer Elternzeit zunächst vom 1. April 2015 bis längstens 24. Dezember 2016 befristet für die Dokumentation Obersalzberg (Dienstort Berchtesgaden) die Stelle eines Museumspädagogen/einer Museumspädagogin in der Vergütungsgruppe  E 12 TV-L.
Bewerbungen von Schwerbehinderten werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.
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Auskünfte erteilt: Dr. Axel Drecoll, Tel.: +49 (0) 89 / 12688 – 250, E-Mail: drecoll[at]ifz-muenchen.de
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